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Mach die Kleiderwelle in deinem Schrank!

In Deutschland werden jährlich ca. 750.000 Tonnen Altkleider gespendet, gesammelt, sortiert und verwertet. In Bielefeld übernehmen das fünf große karitative Einrichtungen: DRK, Bethel, ASB, Johanniter und Kolping. Gemeinsam mit dem Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld haben sie die Initiative „Mach die Kleiderwelle in deinem Schrank!“ gegründet.

Natürlich benötigt so eine Initiative auch einen gemeinsamen Auftritt. Der zeigt sich durch die einheitliche Gestaltung der Altkleidercontainer, die an rund 160 Stellplätzen im gesamten Stadtgebiet stehen. Sie unterscheiden sich lediglich durch die „Hausfarben“ der jeweiligen karitativen Einrichtung. Damit auch sichergestellt ist, dass die gespendeten Altkleider und Schuhe einem guten Zweck zugeführt werden, haben sich DRK, Bethel, ASB, Johanniter und Kolping verpflichtet, die Verwertung transparent zu gestalten. Dafür gibt es auch das Siegel des Umweltbetriebes. Dieses garantiert, dass die Textilien nach strengen Richtlinien verwertet werden.

Die erzielten Erlöse fließen wieder in die Arbeit der karitativen Einrichtungen zurück. So trägt jede Kleiderspende dazu bei, bedürftigen Menschen in Bielefeld zu helfen und soziale Zwecke zu fördern. Also, mach mit und mach die Kleiderwelle in deinem Schrank!

Warum soll ich Altkleider sammeln?

Altkleider sammeln und spenden

Du hast Klamotten oder Schuhe die du nicht mehr anziehst? Du willst sie loswerden – zum Wegwerfen sind sie aber zu schade? Dann mach doch die Kleiderwelle in deinem Schrank! Heutzutage gelten auch gebrauchte Kleider und Schuhe als eine Art Rohstoff. Sie können vielseitig wiederverwendet werden. Sie finden nochmals Verwendung in ihrer ursprünglichen Form oder es werden daraus Recycling-Produkte hergestellt. Aber Kleiderspenden helfen auch der Umwelt! Für den Hausmüll sind viele Klamotten eindeutig zu schade. Wenn du dich dafür entscheidest, deine aussortierte Kleidung zum Altkleidercontainer zu bringen, vermeidest du Müll und trägst gleichzeitig etwas zur Nachhaltigkeit bei! Verpack die gut erhaltene Kleidung separat von sonstigen Textilien. Dies sichert eine schnelle Aussortierung. Alle Altkleider und Textilien bitte nur feuchtigkeitsdicht verpackt abgeben.

Das gehört in den Altkleidercontainer:
Gut erhaltene Kleidung – Hüte & Mützen – Schals – Stoffe – Decken - Bett- und Haushaltswäsche – Gardinen – Oberbetten - tragbare Schuhe (paarweise zusammengebunden) - Lumpen (nicht verschmutzt) – Tischdecken und Plüschtiere

Das gehört NICHT hinein:
Nasse, stark verschmutzte, sehr alte oder stark beschädigte Kleidung und Textilien – Teppiche und Bodenbeläge – Stofftapeten – Schnittreste – abgetragene Schuhe, Einzelschuhe, Skischuhe. Alles was nicht in den Altkleidercontainer gehört, sollte man, aus ökologischer Sicht, direkt in den Hausmüll bzw. in die Wertstoffsammlung geben. Diese in einen Container zu werfen, verursacht unnötige Kosten für Sammler und Sortierer!

Hier finden Sie die Altkleidercontainer:
Karte (Weiterleitung Online-Kartendienst der Stadt Bielefeld)

 

Was wird aus meinen Altkleidern?

1,5 Milliarden Textilien werden pro Jahr gesammelt – das sind rund 750.000 Tonnen – und das nur in Deutschland! Doch das Sammelaufkommen übertrifft den Bedarf erheblich. So wird nur ein kleiner Teil davon für soziale Arbeit in Deutschland benötigt. Die Überschüsse müssen deshalb sinnvoll genutzt werden.

Ein großer Teil der Textilien wird an Sortierbetriebe im In- und Ausland verkauft. Dort wird nach Qualität und Art aufgeteilt. Die guten und modischen Stücke werden als Secondhand-Kleidung weiterverkauft. Allerdings sind mehr als die Hälfte der ausrangierten Textilien von minderwertiger Qualität. Sie werden geschreddert und zugunsten der Putzlappen- sowie Dämmstoff-Industrie zweckmäßig recycelt.

Auch gemeinnützige Organisationen verkaufen gebrauchte Kleidung, um zusätzliche Mittel zu erwirtschaften. Vorbehalte gegen den Verkauf von gebrauchter Kleidung sind nur dann begründet, wenn dies nicht offen und ehrlich kommuniziert wird. Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich gerne an eine der karitativen Einrichtungen wenden. Diese werden gerne die Fragen zur Verwertung ausführlich beantworten

Wo immer man seine Altkleider und Textilien abgibt: sie leisten einen essenziellen Beitrag zu den vielfältigen Projekten der kirchlichen, karitativen und städtischen Institutionen. Denn so handelt man ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Die Umwelt wird weniger belastet, Menschen finden dadurch Arbeit und soziale Zwecke werden unterstützt.

Wer aber sicher gehen möchte, dass seine gut erhaltenen Textilien tatsächlich auch an hilfsbedürftigen Mitmenschen weitergegeben werden, muss seine Kleidung in Kleiderkammern oder bei Hilfsgüterlieferungen abgeben. Was im Container landet, wird meist verkauft.

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